Hitzeschlacht beim ersten Liga-Spieltag in Kriftel
Kriftel. Strahlender Sonnenschein, Temperaturen von bis zu 40 Grad auf dem Parkplatz und ein staubiger Schlackenplatz als Boule-Arena: Der erste Liga-Spieltag, in diesem Jahr, im Freizeitpark an der Krifteler Parkstraße verlangte den teilnehmenden Mannschaften alles ab.
Auf dem sonst als Bolzplatz genutzten Gelände waren insgesamt 20 Boulefelder ausgezeichnet worden. Mannschaften aus Darmstadt-Arheilgen, Frankfurt-Bornheim, Klein-Gerau und Heftrich traten gegeneinander an und lieferten sich trotz der extremen Hitze spannende Begegnungen.
Für den Sport Club Heftrich (SCH) gingen im Pool I Erhard, Erich, Jutta, Sigi und Walter an den Start. Im Pool II spielten Anton, Hans-Peter, Monika und Susanne. Fünf Spielerinnen und Spieler nutzten dabei, zur Anreise, den von Hans-Peter organisierten „Busservice“, während die übrigen mit privaten Pkw anreisten.
Die Sonne brannte unerbittlich vom Himmel. Doch der Veranstalter aus Kriftel hatte für eine gute Versorgung gesorgt: Kalte Getränke, Kaffee und Kuchen sowie Bratwürste und selbstgemachte Salate wurden zu äußerst zivilen Preisen angeboten und fanden großen Zuspruch, trotz der Tatsachen, dass jeder Teilnehmer auch für eigene Verpflegung gesorgt hatte.
Die Heftricher Mannschaft hatte unter großen Parkbäumen mit Hilfe eines Pavillons und mitgebrachter Campingstühle ein schattiges Plätzchen gefunden, an das man sich zwischen den einzelnen Begegnungen zurückziehen konnte. Dennoch wurde der Spieltag zu einer kräftezehrenden Angelegenheit. Erst gegen halb acht am Abend konnte schließlich die Heimreise angetreten werden.
Sportlich fiel die Bilanz des Tages aus Sicht des SCH eher ernüchternd aus. Deutlich wurde, dass der Verein im Vergleich zur Konkurrenz noch zu den „jüngsten“ Boulevereinen zählt. Viele gegnerische Teams verfügten über äußerst erfahrene Werfer – im Boule-Jargon „Schießer“ genannt –, die selbst gut platzierte Kugeln häufig präzise aus dem Spiel nehmen konnten und damit aufkommende Erfolgserlebnisse des SCH oftmals frühzeitig verhinderten.
Ganz chancenlos präsentierte sich der Sport Club Heftrich allerdings keineswegs. Besonders die Ergebnisse des Pool II machten Mut: Dort konnten alle drei Triplets sowie eine Doublette gewonnen werden – teilweise sogar mit sehr guten Resultaten.
So bleibt nach dem ersten Liga-Spieltag vor allem ein klares Fazit: üben, üben, üben – und mit großer Freude am Boulespiel weiter nach vorne schauen. Dann dürfte sich der sportliche Erfolg mit der Zeit automatisch einstellen.
Anton Dostal